| 20.10.1893 | Gründung der Gravieranstalt Hermann Gerhardt in der Kantstraße 43 in Leipzig. Eintritt von Herrn Teltow als Geschäftspartner. Ab da heißt das Unternehmen Gerhardt & Teltow. Das Unternehmen machte insbesondere in der Produktion von Präge- und Stahlstichdrucksachen von sich Reden. Die Kunden kamen aus der ganzen Welt. Weit über 80% seiner Produktion wurde nach England und Frankreich verschickt. Überwiegend aus den Bereichen Tabak, Süßwaren aber auch Privatpersonen.
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| 1911-1917 | Die beiden Söhne des Firmengründers Walther und Erich beginnen eine Graveurlehre. Deren Ausbildung wird jedoch durch den 1. Weltkrieg überschattet. Beide werden zur Armee eingezogen - überleben aber den Krieg.
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| 1914-1918 | Ausbruch des 1. Weltkrieges. Am Anfang des Krieges waren 40 Graveure im Unternehmen beschäftigt. Nach dem Krieg waren es nur noch Drei. Das Unternehmen verlor darüberhinaus auch seinen gesamten Kundenstamm.
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| 1918-1933 | Das Unternehmen kämpft sich durch die Wirren der Zeit. Dennoch sind deren Druckerzeugnisse gefragt wie noch nie. Die Zigarettenindustrie wird immer stärker der beste Kunde des Unternehmens.
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| 1933-1939 | Erich Gerhardt spaltet sich vom väterlichen Betrieb ab und beginnt seine Selbständigkeit mit einem eigenen Gravierbetrieb, ebenfalls in Leipzig. Sein Bruder übernimmt den väterlichen Betrieb und zieht in die Fichtestraße um.
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| 04.12.1943 | Allierte Bomber verwüsten Leipzig. Gerhardt & Teltow werden ebenfalls ausgebombt und müssen die Prägeanstalt bis auf weiteres aufgeben.
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| 1945-1949 | Walther Gerhardt beginnt mit seinem Sohn Claus den Wiederaufbau. Einige Maschinen konnten aus den Trümmern gerettet werden.
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1949
| Infolge persönlicher Gefährdung und unter dem Druck der sowjetischen Zone erfolgt die Neugründung der Firma in Hamburg / Blankenese. Im Elbkurhaus, von den britischen Truppen verpachtet, bauen Walther und Claus Gerhardt das Unternehmen neu auf. Hier erhält das Unternehmen auch seinen neuen Namen: GWH - Graphische Werkstätten Hamburg.
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1951
| Claus W. Gerhardt erarbeitet einen Ausbildungsplan zum "Stahlstichpräger", welcher auch ein Jahr später vom Innenministerium genehmigt wird.
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1952
| Harry Rahn, ausgebildet im eigenen Betrieb besteht die Prüfung zum Stahlstichpräger. Er erhält den Titel "Deutschlands erster Stahlstichpräger".
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1954
| Der Pachtvertrag mit den britischen Truppen läuft aus. Der Hamburger Staat macht dem Unternehmen, trotz 35 Angestellten, kein Angebot. Darmstadt bemüht sich sehr, dieses Unternehmen bei sich einzugliedern. Die "rauchlose" Industrie" ist gefragt wie nie zuvor. Städte buhlen um diese Unternehmen und lockten mit lukrativen Angeboten.
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1956
| Claus W. Gerhardt siedelt mit seiner Familie nach Darmstadt über und beginnt den Aufbau der GWH in der Riedstraße. Sein Vater blieb weiterhin in Hamburg und unterhielt eine Gravieranstalt und ein graphisches Atelier. Aus diesem Grund erhielt der Firmenname noch den Zusatz Offizin Darmstadt.
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1977
| Dr. Claus W. Gerhardt verkauft die GWH Offizin Darmstadt an Fritz Böhme, Hamburg. Das Unternehmen ist zwischenzeitlich in den Groß-Gerauer Weg umgezogen. Fritz Böhme setzt seinen Ziehneffen Klaus Dieter Böhme und dessen Geschäftspartner Karl-Heinz Küchler als Geschäftsführer ein. Kurzzeitig nennt sich das Unternehmen Fritz Böhme KG. Dr. Claus W. Gerhardt widmet sich nun vollends seine Liebe zur Druckkunst. Hans Widmann holt ihn nach Mainz in das Institut für Buchwissenschaft. Dr. Claus W. Gerhardt leitete dort den Bereich Technik und Historie weit über 20 Jahre lang.
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1980
| Die beiden Geschäftsführer Böhme/Küchler kaufen das Unternehmen von Fritz Böhme ab und beginnen mit einer Modernisierungsphase, welches das Unternehmen lange nicht mehr gesehen hatte. Der alte Unternehmensname wird wieder benutzt und erhält zusätzlich den Begriff "GEPRÄGTE FORM"
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1985
| Mitte der 80er Jahre beginnt die Geschäftsführung Kontakte zum Ostblockstaat Bulgarien aufzubauen. Das Unternehmen floriert und benötigt dringend weitere Produktionsstätten. Auf einer Auslandsmesse tritt eine bulgarische Delegation an die GWH und bietet seine Dienste an. Jedoch bleibt die Unternehmung in den Wirren des Zusammenbruchs der Ostblockstaaten Anfang der 90er Jahre stecken und konnte nicht weitergeführt werden.
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1988
| Kauf einer Gallus UV-Etikettendruckmaschine
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1989
| Kauf mehrerer Baier Prägeautomaten für Etikettendruck und Bogenveredelung
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November 1989
| Fall der Mauer. Startschuß für neue und interessante Kundenbeziehungen, die bis heute anhalten.
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1992
| Erweiterung der Produktionshalle
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| 1995 | Kauf der VITRI Kunststoff GmbH. Integration der Schatullen und Pralinéverpackungen in das Gesamtprogramm der GEPRÄGTEN FORM.
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2005 - 2009
| Karl-Heinz Küchler zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück und setzt Stefan Pistorius als seinen Nachfolger ein. Klaus Dieter Böhme folgt ein Jahr später und übergibt seinem Sohn Thomas A. Böhme die geschäftsführenden Tätigkeiten.
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2009 -
| Böhme / Pistorius kaufen das Unternehmen und beginnen umgehend mit Modernisierungsmaßnahmen.
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